Der Weiler Kühbach wird urkundlich erstmals zwischen 1126 und 1179 erwähnt („Chuobach“). Damals kam ein dortiger Hof als Geschenk Heinrichs von Fischach an das Benediktinerstift St. Ulrich und Afra zu Augsburg. Bis zum Übergang an Bayern 1803 war der Ortsbesitz in Kühbach zersplittert.
Vermutlich im elften Jahrhundert entstand Lindach als Rodungsdorf an der damals wichtigen Heer- und Handelsstraße von Augsburg nach Ulm. Da die Endung „-ach“ oft eine Feuchtwiese bezeichnet, ist anzunehmen, dass sich der Wald an dieser Stelle, d. h. in der Senke zwischen Lindach, Neuhäder und Au, auf größerer Fläche lichtete, weswegen hier günstige Voraussetzungen für eine Waldrodung bestanden.
Urkundlich erwähnt wird der Ortsname erstmals im Jahre 1331. Damals zählte der Ort 30 Häuser (7 Bauernhöfe, 23 so genannte Sölden, und 179 Seelen). Die Einwohner bewirtschafteten damals nicht ihr eigenes Land, sondern bearbeiteten als „Hörige“ die „Scholle“ ihrer Grundherren. Neben dem Hochstift Augsburg und dem Domstift Augsburg waren dies zunächst das Benediktinerstift St. Ulrich und Afra, Augsburger Patrizier, die Markgrafschaft Burgau und die Burgherrschaften Zusameck und Wolfsberg. Im Laufe der Zeit gelang es dem Domstift Augsburg, durch Kauf oder Tausch das ganze Dorf zu erwerben und dort bis zur Säkularisation im Jahre 1803 allein die Grund- und Ortsherrschaft auszuüben. Verwaltet wurde Lindach vom Pflegamt Dinkelscherben des Domstifts Augsburg.
Die Säkularisation machte den Ort – wie den gesamten Bereich zwischen Iller und Lech – zu einem Teil Bayerns. Dies brachte den Einwohnern Lindachs in den nächsten Jahrzehnten die persönliche Freiheit und die Möglichkeit, eigenständig zu wirtschaften. Das Dorf erhielt durch das zweite Gemeindeedikt des Königreichs Bayern vom 17. Mai 1818 die politische Selbstständigkeit.
1862 bis 1929 gehörte Lindach zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 dann als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde.
Zum 1. Mai 1978 wurde es im Zuge der Gemeindegebietsreform zusammen mit den Orten Anried, Breitenbronn, Ettelried, Fleinhausen, Grünenbaindt, Häder, Oberschöneberg und Ried in den Markt Dinkelscherben eingemeindet.
Der Name Neuhäder kam erst zu Anfang des 19. Jahrhunderts in Gebrauch. Die um 1720 errichtete Kirche mit dem westlich angebauten Benefiziatenhaus ist die Nachfolgerin einer alten, schon 1593 erwähnten Marienkapelle, bei der sich eine nicht unbedeutende Wallfahrt entwickelt hatte. Das Benefizium wurde 1732 errichtet.
Die Gemeinde Oberschöneberg besteht aus dem gleichnamigen Pfarrdorf als dem Gemeindehauptort, dem Weiler Reischenau, dem Dorf Saulach, dem Weiler Siefenwang und dem Dorf Stadel.
Oberschöneberg selbst liegt in südsüdwestlicher Richtung etwa 2 km vom Bahnhof Dinkelscherben entfernt auf der linken Seite des Zusamtals. Das Gemeindegebiet umfasst insgesamt 905,63 ha, darunter 27,2 ha Wald. Als Entstehungszeit des Dorfes Oberschöneberg wird man das elfte Jahrhundert annehmen dürfen. Der Ortsname erscheint erstmals im Jahre 1316 („Schonenberch“); zur Unterscheidung von dem Kirchdorf Schöneberg bei Wörleschwang (Unterschöneberg) bürgerte sich seit dem 16. Jahrhundert allmählich der Name „Ober“-Schöneberg ein.
Ursprünglich schon bischöflich Augsburgerisches Besitztum, war das Dorf der Herrschaft Hattenberg, zugeteilt und ging mit dieser im Jahre 1641 durch Kauf an das Domkapitel Augsburg über. Bis zur Säkularisation 1803 unterstand es dem domkapitelischen Pflegeamt Dinkelscherben.
Die Pfarrkirche zu Oberschöneberg ist dem Hl. Ulrich geweiht. Der jetzige Bau stammt aus gotischer Zeit und erhielt seine Gestalt in den Jahren 1726 bis 1730. Das Gotteshaus wurde in den Jahren 1902, 1936 und 1954 restauriert. Das Pfarrhaus geht auf einen in den Jahren 1706/07 durchgeführten Neubau zurück.
In dem Mühlenweiler Reischenau, nicht ganz 1 km südöstlich von Oberschöneberg an der Zusam gelegen, waren zwei Höfe im Jahre 1264.
Die Mühle selbst war im Jahre 1301 durch Schenkung an das Frauenkloster Oberschönenfeld gelangt und bis zur Säkularisation 1803 Eigentum dieses Klosters geblieben.
Das Pfarrdorf Ried liegt 4 km südwestlich von der Bahnstation Mödishofen am Südrand der Reischenau. Zur Gemeinde Ried gehört auch der 1 km nördlich von dem Gemeindehauptort gelegene Weiler Kühbach. Das Gemeindegebiet erstreckt sich mit einer Längenausdehnung von rund 4,5 km in nordsüdlicher Richtung als verhältnismäßig schmaler Streifen von dem Ufer der Zusam bis auf die waldbedeckten Höhen zwischen den Tälern der Zusam und der Neufnach. Es umfaßt 461,25 ha, darunter 132,8 ha Waldungen.
Ried ist als Rodesiedlung vermutlich im elften Jahrhundert entstanden, wenn auch der Name des Ortes erst in einer Urkunde vom 5. April 1293 sicher nachgewiesen werden kann. Damals verkauften die Markgrafen von Burgau ihre Burg Seifriedsberg mit der Herrschaft an den Augsburger Bischof Wolfhart von Roth, wodurch das Hochstift Augsburg zu den ihm schon zustehenden Rechten in Ried den Kirchensatz erwarb.
Das Dorf Saulach liegt 1 km nordwestlich von dem Gemeindehauptort, unmittelbar am Fuße der Hohen Reute.
Es hatte einst zur Herrschaft Wolfsberg bzw. Steinekirch gehört und war mit dieser 1589 an das Domkapitel verkauft worden. Von da an bis 1803 wurden die Rechte des Domkapitels durch das Pflegeamt Dinkelscherben ausgeübt.
Das Dorf Schempach kommt urkundlich erstmals um 1330 vor („Schennbach“). Es befand sich im Besitze verschiedener Grundherren, bis vom 17. Jahrhundert an nach und nach alle dortigen Güter durch Kauf oder Tausch an das Domkapitel Augsburg gelangten und bei diesem bis zur Säkularisation verblieben. Die Kapelle in Schempach geht auf die Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg zurück.
Der Weiler Siefenwang liegt 2 km nordöstlich von Oberschöneberg und etwa 1 km ostsüdöstlich vom Bahnhof Dinkelscherben. Er war vermutlich im 16. Jahrhundert in den Besitz des Domkapitels gelangt. Das dortige Kirchlein Unserer Lieben Frau, welches eine Filiale der Pfarrei Dinkelscherben darstellt, wird bereits im Jahre 1580 erwähnt.
In dem Dorf Stadel, 1,5 km ostnordöstlich von Oberschöneberg, waren einst die Güter auf mehrere Grundherren verteilt, gingen aber alle durch Schenkung oder Kauf um 1280 und im Jahre 1436 an das Domkapitel über. Die Leonhardskapelle in Stadel stammt aus dem Jahre 1738.
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